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John Calvin Batchelor: Aufstieg und Fall der Volksrepublik Antarktis
Grim Fiddle ist ein Kind vieler Kulturen: sein Vater ein zur Zeit des Vietnamkrieges vor der Wehrpflicht nach Schweden geflohener US-Amerikaner, seine Mutter eine seherisch veranlagte Neuheidin, sein Großvater ein fanatischer christlicher Priester. Er wächst auf als völliger Aussenseiter seiner Gesellschaft, in einem südschwedischen Ferien-Wikingercamp, erzogen von den Freunden seines Vaters. Als die Welt gegen Ende des Jahrtausends, durch ein Übermaß sozialen Ungleichgewichts aus dem Gleichgewicht gebracht, allmählich in einen immer stärker werdenden Strudel des Chaos versinkt, gerät Grim ins Zentrum der Ereignisse. Er muss per Schiff aus Schweden fliehen, mit einer Mannschaft, die in ihrer Inhomogenität ein wahrhaft skurriles Zerrbild unserer Gesellschaft darstellt. Auf seiner Reise, die von der Realität immer mehr ins Mystische abzugleiten scheint, wird er zum Symbol, Hoffnungsanker und Anführer der Entrechteten und Betrogenen dieser Welt. Die Reise endet am Südpol mit Gründung der Volksrepublik Antarktis, einem jeder Logik widersprechenden, von vorneherein zum Scheitern verurteilten und hoffnungslosen Unternehmen, beflügelt nur von Ausweglosigkeit, Trotz und Grimms Glaube an seine Bestimmung. Eine moderne Nacherzählung einer nordischen Saga: sozialkritisch, ohne in moralischem Kitsch zu versumpfen; voller mystischem Flair und biblischen Bezügen, ohne den Kontakt zur Wirklichkeit je zu verlieren; verworren, ohne zu verwirren. |