Die Nacht der Seele
Wenn Kälte in die Seele dringt
Wenn Wolken deinen Geist umballen
Die Nacht Dir keinen Schlaf mehr bringt
Und Sorgen Dir im Kopf erhallen
Die Dunkelheit auch Tags nicht weicht
Weil Trübsinn deinen Geist bedrückt
Das Grübeln ins Bewusstsein schleicht
Weil Dir seit Tagen nichts geglückt
Wie kann man Sie blos verjagen
Die fahlen, blassen Windgestalten
Die Dir an der Ruhe nagen
Und Dir Erleicht'rung vorenthalten
Die den Geist Dir grau betrüben
Deine Klarheit nur vernebeln
Deine Hoffnung Dir entlügen
Deinen Mund, der schrein will, knebeln
Gib nicht der Finsternis den Raum
Wo Lachen sonst immer erhallt
Kämpf an gegen den bösen Traum
Such in der Freude neuen Halt
Denn dieses Böse, das Dich quält
Das ist nur dein eig'ner Geist
Die dunkle Seite deiner Selbst
Von alters her auch "Teufel" heisst...