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Gabriel Fauré: Pelléas et Mélisande
Diese Nacherzählung eines Kunstmärchens von Maeterlink ist ein wahres Prunkstück des musikalischen Impressionismus, zählt für mich zu den schönsten Werken, die die Musik überhaupt zu bieten hat. Die viersätzige Schauspielmusik, Gesamtdauer ungefähr 20 Minuten, handelt von der einer leidenschaftlichen und tragischen Liebe eines Prinzen zu einer geheimnisvollen Unbekannten. Im ersten Satz besingen die Streicher zart die beginnende Liebe und die Momente des Glücks, die dann im zweiten Satz von den Bläsern ausgelebt werden. Der dritte Satz deutet dann die Dramatik an, die im vierten Satz, in dem Mélisande stirbt, ihren Höhepunkt findet. Unvergleichlich schön, aber Vorsicht: der Genuss dieser Musik kann, nein, er wird akute Melancholie verursachen. |